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UVIS Beratung GmbH
Ulm/Burgrieden
Notfallpläne
Mitglied im Bundesverband Deutscher Unternehmensberater BDU e.V.




Notruf 112 für die Unternehmensfortführung


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Er möge nie eintreten der Fall, doch jetzt ist er da. Jetzt ist umgehendes Handeln existenziell für Unternehmen, Angehörige, Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten, Produktion, kurz das operative Tagesgeschäft. Jeder Tag, der jetzt verstreicht ist ein Verlust und schmälert den Gewinn.


Bisherige Beratungsresistenz wirkt wie ein Bumerang. Wohl den Unternehmen, die in so einem Moment auf einen mit generalistischen Ansatz versehenen Unternehmensberater zurückgreifen können.




Was ist zu tun, wie muss man vorgehen?

Grundlegende Begriffe und Regelungen

Nicht selten warten gerade Unternehmer von kleineren und familiengeführten Unternehmen zu lange, bis sie ihre Nachfolge angehen. Meist sind dann Krankheit oder Erschöpfung die Auslöser für die notwendigen Veränderungen.


  • Nahestehende Personen - Bei einem längeren Ausfall, Krankheit oder bei Tod sind umgehend nahestehende Personen aus der Familie oder dem unmittelbar persönlichen Umfeld zu informieren. Gibt es unter ihnen Personen, die vorübergehend, eventuell zusammen mit einem Interimsmanager das Unternehmen weiterführen könnten?
  • Aspekte der Unternehmensfortführung - Die Unternehmensleitung ist interimsmäßig zu besetzen. Dies können kompetente Personen des Vertrauens sein, wenn vorhanden auch ein Beirat, falls nicht oder bei entsprechenden Defiziten auch ein Unternehmensberater, der interimsseitig die Führungsfunktionen und Leitung für die Hinterbliebenen übernimmt. Gibt es Umstände, die eine Verteilung der Unternehmensführung auf mehrere Personen sinnvoll erscheinen lässt?
  • Krisenstab installieren - Dem Interimsmanager obliegt es, Aufgaben entsprechend vorhandender Kompetenzen zu delegieren. Hierzu werden Rechtsanwälte, Steuerberater, Notare oder Versicherungsmakler angesprochen bzw. eingebunden.
  • Organisationsplan - Mit Bezug auf die organisatorische Struktur und die Workflowprozesse werden Personen bestimmt bzw. deren Aufgabenstellungen erweitert, um wichtige betriebliche Abläufe, Kunden-, Lieferanten- und Behördenengagements sicherzustellen.
  • Unternehmensnachfolge - Ein Ablaufplan für die Unternehmensnachfolge ist je nach Berufsunfähigkeit oder Tod gemeinsam mit den Hinterbliebenen abzustimmen. Der Krisenstab ist einzubinden.


Finanzen und Vermögen

Der Liquiditätssicherung und Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit gilt der nächste Schritt. Kontakte zu den Kreditinstituten, Versicherungsgesellschaften, Notar und Anwälten sind herzustellen und die Verfügbarkeit der Finanzmittel zu sichern.


  • Giro-/Kontokorrentkonten und Bankschließfächer - Für jedes Konto sind die Vollmachten zu besorgen, diese in Duplikaten an unterschiedlichen Stellen zu hinter- und entsprechende Zugangsdaten festzulegen.
  • Bürgschaften, Sicherheiten, Lizenzen - Relevante Daten wie Bezogener, Höhe und Laufzeit sind aufzunehmen.
  • Betriebliche Zahlungsverpflichtungen - Kredit-, Miet- und Leasingverpflichtungen, wie Gläubiger, Restverbindlichkeit, Annuitäten bzw. Zahlungsraten und Bankverbindungen sind zusammenzustellen.
  • Unternehmensverflechtungen - Die Beteiligungsverhältnisse am oder vom Unternehmen gegenüber Dritten sind aufzulisten. Hierzu zählen auch stille Beteiligungen.
  • Betriebliche Versicherungen - Kontakt mit Versicherungsmakler oder Versicherungsgesellschaften herstellen. Versicherungsnummern und -policen, -leistungen wie Zahlungsweisen sind zu sichten. Je nach Versicherungstyp sich über die Fortführung oder den Abruf von Leistungen verständigen.


Verträge und Dokumente

Ein Blick in die aktuelle Vertragslage, auch von Weisungen, Vollmachten und Verfügungen gibt Übersicht in die aktuellen Verpflichtungen, aber auch eventuell erforderlicher Neuausstattungen.


  • Gesellschaftsverträge - Wie viele Ausführungen gibt es? Wer hat sie? Welches Notariat hat die Verträge erstellt?
  • Gewerbeanmeldung, Handelsregister - Aktualitätsgrad und faktische Situation prüfen.
  • Prokura/Vertretungsvollmachten - Wie lange sind sie bereits existent, ist eine Verlängerung vorgesehen?
  • Liegenschaften - Grundbuchauszüge einsehen und eventuell Begünstigte wahrnehmen
  • Schutzrechte - Einsicht in Beziehungen zum Deutschen und Europäischen Patentamt, wegen eventueller Marken-, Design- und weiterer Urheberrechte, Patente und Gebrauchsmuster, nehmen.
  • Zulassungen - Gibt es Zulassungspapiere und/oder Fahrzeugscheine zu Firmen- und Nutzfahrzeugen, Maschinen- und sonstigen Betriebsausstattungen?
  • Rechtsstreitigkeiten - Sind strittige Verfahren anhängig, Gewährleistungs- oder Garantieansprüche? Wer sind die autorisierten Vertreter und wie ist die Sachlage?


Mitglied- und Partnerschaften

Mitgliedschaften in Kammern, Innungen, Verbänden, Organistionen, Gremien, Arbeitskreisen und Vereinen sind zu erfahren. Kontakte sind mit Ansprechpartnern oder Betreuern aufzunehmen, die Art der Mitgliedschaft und die laufenden Verpflichtungen zu klären, insbesondere welche finanziellen Aufwendungen zu erwarten sind.



Betriebliche Regelungen

Kunden- und Lieferanten, sowie weitere Geschäftspartnerschaften unterliegen im operativen Alltag gewissen Abstimmungen und Zusagen.


  • Lieferungs- und Zahlungsbedingungen - Wie lauten die AGBs? Welche Normen sind vereinbart? Gibt es Abweichungen bzw. Ausnahmen?
  • Projektgeschäfte - Welche Projekte/Aufträge sind in welchem monetären und zeitlichen Stadium? Gibt es Projektverantwortliche?


Datenschutz und -sicherheit

Der Zugang zu Daten bedarf entsprechend den Bundesdatenschutzgesetzes konkreter Regelungen. Bezogen auf persönliche Daten von Mitarbeiter und Geschäftspartner, aber auch im technologischen Bereich von Entwicklungen, Konstruktion- und Produktionsunterlagen sind umfassende Vorkehrungen zu treffen.


  • Kenn- und Passworte - Mit dem Adminstrator bzw. IT-Verantwortlichen ist das innterbetriebliche Kommunikationsnetzwerk zu erfahren, insbesondere die Verwahrung von Zugängen, Benutzernamen, Passworten, Zertifikate, Sicherheitsschlüssel und Logbücher.
  • Sicherheitsverwahrung - Zuänge, Codes und Sicherheitseinrichtungen sind ggfs. mit beauftragten Sicherheitsdiensten abzuklären.

Digitales Erbe

Was passiert mit den digitalen Daten bei Tod. Wenn im Testament nichts anderes bestimmt wurde, werden die Erben Eigentümer aller Gegenstände des Verstorbenen, auch der Computer, Smartphones oder lokaler Speichermedien. Damit dürfen sie die gespeicherten Daten uneingeschränkt einsehen.


Es gilt rechtzeitig organisatorische Vorkehrungen vor einem solchen Fall für e:Mail-Konten, Clouds und Accounts in Social Media zu treffen.