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UVIS Beratung GmbH
Ulm/Burgrieden
Restrukturierung / Turn Around
Mitglied im Bundesverband Deutscher Unternehmensberater BDU e.V.




Damit es wieder aufwärts geht, arbeiten wir mit Ihnen Hand in Hand


Firmenloge der UVIS Beratung GmbH

Wird der Druck durch die Bank zu hoch, drückt die Finanzierung, brechen Umsätze und Kunden unvermutet weg, ist das Rating schlecht und ein Minuskapital zu hoch oder fühlen Sie sich wie der Hamster im Hamsterrad und fragen sich, warum Sie überhaupt gearbeitet haben,- dann hapert es einfach an ihrem Controlling.


Jede Entwicklung von heute hat ihre Ursachen in Entscheidungen, die Sie früher getroffen haben. Es sind Managementfehler, die sich durch Frühwarnsysteme und ein konsequentes Controlling vermeiden lassen.




Unsere Kompetenz hilft Ihnen wieder die Führung im Unternehmen wirtschaftlich zu übernehmen und orientiert sich am IDW S6-Standard

Alle auf dieser Seite genannten Methoden und Wege lassen sich parallel mit den unter der Navigationszeile links benannten Verlagsempfehlungen vertiefen. Eine probate Orientierungshilfe die Beratungsarbeit effizient zu gestalten.





Ist- und Situationsanalyse (Stärken/Schwächen)

Die Bestandsaufnahme dient der Klärung der augenblicklichen Situation aus externer Sicht. Besteht bereits eine Liquiditätskrise oder befindet sich das Unternehmen in einer Ergebniskrise bzw. einem früheren Krisenstadium.Der Berater ist bemüht die subjektiven Wahrnehmungen des betroffenen Unternehmers, wie auch Dritten, die mittel- oder unmittelbar beteiligt sind, auf die objektiven Fakten neutral herunterzubrechen.


Dabei sind einmal die Stärken und Schwächen des Unternehmers in der Person, des Unternehmens, aus der Portfoliosicht und Wirtschaftlichkeit aufzunehmen, andererseits die Gründe für die Schieflage dahingehend zu sichten, welche Parameter durch das Unternehmen oder von außen her verursacht sind und ob eventuelle Fehler und Verluste einen vermeidbaren Charakter besitzen oder ein wiederholendes Risiko beinhalten.




Kennlern-Session - Hintergrundinformationen zu Unternehmen und zur Person

Die Inhalte der Kennlern-Session werden durch einen Fragenkatalog in einem Interview mit dem Unternehmer und einem Betriebsrundgang beantwortet und sind wie folgt strukturiert:


  • Allgemeine Daten - Firmierung, Inhaber, Geschäftsführer, Gesellschafter, Kontaktdaten, Gewerbeanmeldungen, Handelsregisterauszug, Beteiligungsverhältnisse
  • Partner - kontoführende Hausbank(en), Steuerberater, Anwalt, Unternehmensberater, Vermieter, Sonstige Kreditinstitute, Versicherungsmakler
  • Standort - Geschäftssitz, Niederlassungen, Betriebsstätten, Öffnungszeiten
  • fachliche und kaufmännische Kompetenz - Schulbildung, Berufsausbildung, Fortbildung, Berufspraxis, Verbandstätigkeiten und Ausschüsse von Inhaber und Partnern
  • Unternehmensgegenstand - wirtschaftliche und statistische Zuordnung im Markt (Wirtschaftszweig)
  • Unternehmensportfolio - Produkte und Dienstleistungen, Innovationen, Patente, Lizenzen und weitere Rechte
  • Markt-/Wettbewerbssituation - Wettbewerber im regionalen Umfeld, Anzahl Mitarbeiter, Umsatzhöhe, Entfernung, Übereinstimmungen in den Leistungen bzw. Alleinstellungsmerkmale
  • Führungsverhalten - Firmenphilosophie, Unternehmenskultur, Führungsstil, Mitarbeitermotivation, Unternehmensziele
  • Gründungs- und Aufbauphase - Gründungsvorbeitungen und -durchführung, Erfolgsmomente und Fehlentscheidungen, Modifizierungen der Gründungsidee
  • Finanzierung - Eigenkapital (Bar- und Sacheinlagen), Verwandtendarlehen, Bankenfinanzierung, öffentliche Förderdarlehn, Bedarf an Neu-/Ersatzinvestitionen
  • Rechnungswesen - Buchungstechniken, BWA-Zahlen im Überblick, Aktualität der BWAs und Bilanzen, Gewinnsituation der letzten 2-3 Jahre, Entwicklung von Eigen-/Fehlkapital, Personalliste, Offene Posten, Auftragsvorlage, Forderungsausfälle
  • Kommunikationsverhalten - Informationsstand gegenüber der Hausbank (Reporting), Einsatz von e:Mails, Newsletterdienst
  • Firmenauftritt (Marketing und Image) - Firmeninfos (Prospekte, Flyer, Website), Integration von Social Media, Mitarbeit in überbetrieblichen Gremien
  • Unternehmersichtweisen - Erklärungen, Meinungen, Einstellungen, Verhalten und Eigeneinschätzung seitens der Unternehmensleitung

Vertrags-Session - Vertragliche Verpflichtungen und Dauerschuldverhältnisse

Der zweite Teil der Analyse befasst sich mit den vertraglichen und finanziellen Abhängigkeiten. Diese sind in der Regel:


  • Kontokorrent- und Kreditverträge
  • Miet-, Leasing- und Pachtverträge
  • Sicherheiten, Kautionen, Nießbrauchrechte
  • Gesellschaftsverträge
  • Bezugsverpflichtungen, Energielieferverträge
  • Lizenzen, Sicherheiten, Abtretungen

Die Vertrags-Session unterstützt die Einsicht zum ständigen Liquiditätsbedarf, unabhängig von der laufenden Auftragsabwicklung im operativen Tagesgeschäft.


BWA-Session - Betriebswirtschaftliche Eckdaten zur Unternehmenssituation

Im dritten Teil der Analyse wird auf die kaufmännischen und betriebswirtschaftlichen Daten des Unternehmens eingegangen. Durch die Erhebung und den Vergleich der Daten aus den letzten 2 - 3 Jahren sollen die Ursachen für die augenblickliche Geschäftslage gefunden werden. Herangezogen werden:


  • Bilanzen und Geschäftsberichte
  • Monatliche, betriebswirtschaftliche Auswertungen (BWA)
  • Offene Posten, Debitoren, Kreditoren
  • Sonstige Verpflichtungen gegenüber Belegschaft, Krankenkassen, Finanzamt
  • Kontokorrentüberziehungen, Fehlkapital
  • Auftragsvorlage (kurz- und mittelfristig)
  • Investitionsbedarf (Ersatz-/Neuinvestitonen)
  • Finanzbedarf für Maßnahmen der Restrukturierung (Beratung/Coaching)

Mit der BWA-Session wird der Analyseprozess abgeschlossen und in einem Fazit die Defizite und Schwächen, aber auch Chancen ausgearbeitet.



Lösungskonzept (Maßnahmekatalog)

Eine positive Fortführungsprognose des Unternehmens baut auf der nachhaltigen Beseitigung von punktuellen und strukturellen Problemen auf, beinhaltet ein Lösungskonzept, dessen konsequente Umsetzung auf absehbare Zeit eine Wiedergesundung der Unternehmenslage verspricht.


Methoden und Wege diese Ziele zu erreichen gehen über kurzfristige Sofort- und längerfristige strategische Maßnahmen. Sie sind schriftlich zu formulieren, gemeinsam abzustimmen und der Umsetzungsprozess zu dokumentieren. Ein entprechendes Coaching begleitet das Vorhaben und wirkt bei der folgenden Evaluierung mit.



Ad hoc Maßnahmen

Der erste Teil des konzeptionellen Turn Around Ansatzes widmet sich der Installation von Werkzeugen, die möglichst innerhalb der ersten sechs Monate greifen. Sie schaffen spürbare Verbesserung in der Transparenz zur betriebswirtschaftlichen Entwicklung, besitzen einen meist liquiditäts- und ertragsstärkenden Charakter. Denkbare Aufgabenstellungen können sein:


  • tagesaktuelle Prüfung der Kontokorrentauslastung
  • weitergehende Detaillierung der Erstanalyse (Vorvor-, Vor- und aktuelles Jahr)
  • Etablierung eines Planung- und Controllingsystems (PCS)
  • laufende Jahresplanung - Umsatz und Kosten
  • Liquiditäts- und Zahlungsverpflichtungsübersicht
  • präventive Finanzierungshilfen für Change Management
  • Einführung von Zielsystemen

Der Erfolg der Ad hoc-Überlegungen baut auf der zügigen, konsequenten und umfassenden Einführung und Umsetzung auf.


Strategische Überlegungen

Der zweite Teil des Turn Arounds dient mittelfristig der Neuausrichtung des Unternehmens und zielt auf Maßnahmen, die in den ersten beiden Jahren grundsätzliche Verbesserungen in Organisation und Ablauf haben. Je nach individueller Unternehmenssituation können folgende Aufgabenstellungen greifen:


  • Differenziertes Planungs- und Reportingsystem
  • Akquisitions- und Clientingsystem
  • Relaunch Unternehmens- und Produktportfolio
  • Organisationsplan und Stellenbeschreibungen
  • Workflowprozesse und Initiierung von kontinuierlichen Verbesserungsprozessen (KVP)
  • Marketingstrategien - Neue Märkte, Marken, Alleinstellungsmerkmale
  • Pre-Rating (Hard- und Softfacts; Ziele, Maßnahmen, Evaluierung)
  • Zielgruppen-Revidierung
  • Kalkulationsverfahren

Die strategischen Maßnahmen des Turn Arounds bieten Mehrwerte und Zusatznutzen für das Unternehmen. Die Verbesserungsprozesse zielen den Ad hoc Maßnahmen folgend, auf eine nachhaltige Zielerreichung von mehr Umsatz (Neue Märkte, Zielgruppen, Service, Neukunden), verbesserten Rohertrag mit produktgruppenspezifischen Optimierungen, konsequenter Anhebung der EBITDA zum Abbau von Fehlkapital und Stärkung der Inhaber,- Gesellschafter- und Investoreninteressen.



Evaluation (begleitendes Coaching)

Analyse und konzeptionelle Lösungsvorschläge mit entsprechenden Maßnahmekatalog sind die wesentlichen Eckpfeiler eines Turn Arounds. Damit der gewünschte Erfolg auch eintritt, werden in einem begleitenden Coaching wertvolle Hilfestellungen geboten, die auch Dritten - in der Regel Bankpartnern - wichtige Unternehmensinformationen zur Einschätzung der Restrukturierung und Weiterentwicklung geben.


Die Evaluation baut auf der umfassenden Sammlung betrieblicher Einzeldaten und ihrer sinnvollen verdichteten Zusammenfassung auf und bietet allen Beteiligten das notwendige Vertrauen in die Fortführung. Dabei kommen folgende Frühwarn- und Reportingsysteme fallweise zum Einsatz:


  • Kontokorrentübersicht - tagesaktuelle Abbildung aller Kontokorrent- und Geldmarktkonten und ihrer Auslastung am Finanzierungsrahmen.
  • Plan-Ist-Abgeich - monatliche produktgruppendezidierte Erfassung und Abgleich der Plan-Ist-Werte, Ermittlung des Rohertrags und der EBITDA.
  • Liquiditätsbedarfsplan - Liquiditäts- und Zahlungsverpflichtungsübersicht mit den monatsgenau im Jahr abgelaufenen, den aktuellen und im Restjahr fixen Zahlungsverpflichtungen. Darin sind Kapitaldienste, Zahlungs- und Stundungsvereinbarungen, Valutazahlungen und entsprechende Fixkosten eingeschlossen.
  • Auftragsvorlage/Projektfortschritt - je nach individueller Situation, entweder als generelle Auftragvorlage in Summe und Zeitpunkt der Eintreffens (Vorauszahlungen) bzw. in Kombination anteiliger Verrechnungen, Bestandsveränderungen und Schlussrechnungen bzw. entsprechender auftragsbezogener Material/Wareneinsätze und produktiven Personalaufwendungen.

Im Rahmen des Beratungsverhältnisses finden regelmäßig Berater-/Unternehmergespräche zur Situation und Entwicklung des Unternehmens statt. Die Ergebnisse der benannten Instrumente werden gemeinsam verifiziert und ggfs. abzuleitende Vereinbarungen getroffen. Das Coaching wird dokumentiert. Ebenso wird zum Jahresende, aus der betrieblichen Entwicklung heraus, eine neue Jahresplanung (PCS) und entsprechende Zielformulierungen getroffen. Die Evaluation kann über folgende Dokumente nachvollzogen werden:


  • Besprechungsprotokolle - Dokumentation von Beratungs- und Restrukturierungsfortschritt des Turn Arounds
  • Beratungsbericht - Öffentliche Beratungsförderprogramme erwarten bindend einen entsprechenden Schlussbericht, ansonsten ist eine optionale Erstellung möglich.
  • Halbjahres-Report - im Juli/August wird per Halbjahresultimo ein Kurzbericht zu Entwicklung und Lage des Unternehmens erstellt. Dabei wird ein Abgleich mit Zielen, Budgets und sonstigen geplanten Vorgaben vorgenommen. Falls kein Pre-Rating im Folgejahr durchgeführt wird, ist die Erstellung eines Halbjahres-Reports möglich.
  • Pre-Rating - eine im Februar/März erstellte Einschätzung der unternehmerischen Situation zum abgelaufenen Jahr aller betriebswirtschaftlich relevanter Daten einschließlich des 13. Monats. Es werden neben den Hardfacts auch die Softfacts der vergangen zwölf Monate einer Prüfung und Einschätzung unterzogen. Es folgt daraus ableitbar eine Formulierung von Teilzielen zu allen Teilpostiionen des Pre-Ratings, um Verbesserungen im laufenden Jahr zu erzielen, bzw. bei Vorlage früherer Pre-Ratings einen Abgleich mit ursprünglich formulierten Zielen und dem Grad der Zielerreichung bzw. Umsetzung zu ermöglichen.

Die eingesetzten Tools des Turn Arounds, die entsprechenden Auswertungen, das Coaching im Restrukturierungsprozess und die Dokumentation des gesammten Handelns schaffen Vertrauen beim Unternehmer und bieten Dritten eine hohe Transparenz in der Einschätzung der wirtschaftlichen Lage und den Zukunftsaussichten des Unternehmens.